Berufe in der Zahnmedizin

  1. ZFA- Zahnmedizinische Fachangestellte
  2. ZMF- Zahnmedizinische Fachassistentin
  3. ZMP- Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin
  4. ZMV- Zahnmedizinische Verwaltungsangestellte
  5. DH- Dentalhygienikerin
  6. Medizinmanagement- Bachelor of Arts
  7. Praxismanagement

 

  1. ZFA – Zahnmedizinische Fachangestellte

Zahnmedizinische Fachangestellte (früher: „Zahnarzthelferinnen“) assistieren bei zahnärztlichen Untersuchungen und Behandlungen, empfangen und betreuen Patienten und organisieren Praxisabläufe. Die Ausbildung umfasst drei Jahre und beinhaltet Grundkenntnisse des Abrechnungswesens, des Durchführens von zahntechnischen Arbeiten im Labor, Kenntnisse über die Praxishygiene, den Umgang mit Arzneimitteln, Grundkenntnisse über Krankheiten, Patientenbetreuung, Prophylaxemaßnahmen, die Anwendung von Röntgenstrahlen sowie die Anwendung und Pflege medizinischer Geräte und Instrumente. Die Ausbildung zur ZFA stellt also die Grundausbildung dar, auf der fast alle anderen Weiterbildungen aufbauen.

 

  1. ZMF – Zahnmedizinische Fachassistentin

Zahnmedizinische Fachassistentinnen unterstützen Zahnärzte bei der Behandlung. Diese berufliche Weiterbildung setzt die dreijährige Ausbildung zur ZFA sowie eine – je nach Bundesland unterschiedlich – ein- oder zweijährige Berufserfahrung voraus. Zudem muss die erfolgreiche Teilnahme am Kurs der prothetischen Assistenz sowie ein Prophylaxe-Basiskurs, ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Röntgenkurs nachgewiesen werden. Zahnmedizinische Fachassistentinnen übernehmen qualifizierte Aufgaben, wobei der Schwerpunkt in der behandlungsbegleitenden und unterstützenden Parodontitistherapie, der Kariesprävention und der Prophylaxe liegt. Die Aufstiegsfortbildung umfasst mindestens 700 Stunden und lehrt unter anderem das Anfertigen von Provisorien, die Zahnreinigung, die Fissurenversiegelung, kieferorthopädische Maßnahmen, Füllungspolituren, etc.

 

  1. ZMP – Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentinnen führen unter zahnärztlicher Aufsicht Behandlungen durch, die Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorbeugen und klären Patienten über die richtige Zahnpflege auf. Die Weiterbildung zur ZMP dauert in Vollzeit drei Monate, in Teilzeit sieben Monate und im Fernunterricht sechs Monate. Die Voraussetzung für die Weiterbildung ist die dreijährige Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZMF) sowie eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit in diesem Beruf. Nach dieser Weiterbildung ist die ZMP in der Lage, eine umfassende Individualprophylaxe in allen Altersstufen inkl. der professionellen Zahnreinigung durchzuführen.

 

  1. ZMV – Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin

Zahnmedizinische Verwaltungsassistentinnen erledigen kaufmännische, organisatorische und verwaltende Arbeiten. Die Weiterbildung dauert vier bis 18 Monate, je nachdem ob die Ausbildung in Vollzeit, Teilzeit oder per Fernunterricht absolviert wird. Voraussetzungen für diese Aufstiegsfortbildung ist die dreijährige Ausbildung zur ZFA sowie eine – je nach Bundesland- ein- bis zweijährige Berufserfahrung. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt im Abrechnungswesen. Weitere Aufgabenfelder liegen in der Praxisorganisation und dem Management der Praxis. Während der Weiterbildung werden unter anderem Grundlagen der Betriebswirtschaft, Qualitätsmanagement, Personalmanagement, Rechtsvorschriften, EDV-Kenntnisse, Hygienemanagement und Praxismarketing gelehrt.

 

  1. DH – Dentalhygienikerin

Die Weiterbildung zur Dentalhygienikerin ist eine Aufstiegsfortbildung im Bereich der Prophylaxe. Der Schwerpunkt liegt in der Parodontologie, also in der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. Zudem klärt die Dentalhygienikerin über Zahn- und Mundgesundheit auf, auch in Hinblick auf Ernährung und das richtige Putzverhalten. Die Weiterbildung zur Dentalhygienikerin dauert ca. 800 Stunden und setzt die dreijährige Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) und eine zweijährige Berufserfahrung voraus. Zudem muss vorher eine Weiterbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) oder Zahnmedizinischen Fachassistentin (ZMF) sowie eine mindestens einjährige Berufserfahrung in der jeweiligen Weiterbildung stattgefunden haben. Ein Röntgenkurs sowie ein Erste-Hilfe-Kurs sind ebenfalls Grundvoraussetzung. Die Dauer der Weiterbildung beträgt in Vollzeit sechs Monate, berufsbegleitend 13 Monate.

 

  1. Medizinmanagement- Bachelor of Arts

Der Bachelor in Bereich Medizinmanagement umfasst 8 Semester und bildet die Studierenden aus, anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in Arzt- und Zahnarztpraxen und in praxisübergreifenden ambulanten Versorgungseinrichtungen zu übernehmen. Hierzu gehören Kenntnisse über die betriebswirtschaftliche Führung und Organisation der Arzt- bzw. Zahnarztpraxis. Die Schwerpunktthemen des Studiums sind unter anderem Praxismanagement, Kommunikation und Betriebswirtschaft. Zudem werden Themen wie Führungspsychologie, Controlling, Kundenmanagement und Forschungsmethoden gelehrt. Das Studium kann berufsbegleitend absolviert werden. Grundvoraussetzung für das Studium ist eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in einer Arzt- oder Zahnarztpraxis oder in einer praxisübergreifenden ambulanten Versorgungseinrichtung.

 

  1. Praxismanagement

Das Praxismanagement-Studium dauert 4 Semester und kann berufsbegleitend absolviert werden. Ziel der Weiterbildung ist es, in enger Abstimmung mit Arzt bzw. Zahnarzt betriebswirtschaftliche Praxisziele zu realisieren sowie anspruchsvolle Führungs- und Managementaufgaben zu übernehmen. Die Voraussetzung für diese Weiterbildung ist eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium sowie eine zweijährige Berufserfahrung in einer Einrichtung des Gesundheitswesens. Zu den Schwerpunktthemen zählen die Gestaltung der Arbeitsabläufe, das Personalmanagement und die Personalführung, das  Qualitätsmanagement der Praxis, Aufgaben im Bereich des patientenorientierten Marketings sowie Controllingaufgaben im Bereich der Abrechnung.

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Veröffentlicht unter Implantologie

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